Daten
Wie viele Jahre bis zur finanziellen Freiheit nach Sparquote
Wann Sie von Ihren Kapitalerträgen leben können, wenn Sie 10, 20, 30 oder 50 % des Einkommens sparen, und warum der Anteil mehr zählt als das Gehalt.
Veröffentlicht am 15. Oktober 2026
Wie viele Jahre es dauert, bis Sie von Ihren Kapitalerträgen leben können, hängt vor allem an einer Zahl: welchen Anteil Ihres Nettoeinkommens Sie sparen. Die Höhe des Einkommens allein entscheidet erstaunlich wenig. Wer doppelt so viel verdient und doppelt so viel ausgibt, steht genauso da wie jemand mit dem halben Einkommen. Unten steht, wie lange es bei verschiedenen Sparquoten dauert.
Warum der Anteil zählt, nicht die Höhe des Einkommens
Die Sparquote wirkt doppelt. Je mehr Sie zurücklegen, desto schneller wächst das Depot. Und je weniger Sie ausgeben, desto kleiner muss es sein, denn das Ziel richtet sich nach den Ausgaben: Nach der 4 %-Regel ist es das 25-Fache der Jahresausgaben. Wer 24 % von 3.300 € monatlich spart, braucht 750.000 €. Wer beim gleichen Einkommen weniger ausgibt, braucht weniger und spart zugleich mehr dafür.
| Sparquote | Rendite 7 %, 4-%-Regel | Regel 3,5 % | Rendite 5 % |
|---|---|---|---|
| 10 % | 53 Jahre | 56 Jahre | über 65 Jahre |
| 15 % | 44 Jahre | 47 Jahre | 59 Jahre |
| 20 % | 38 Jahre | 40 Jahre | 49 Jahre |
| 25 % | 33 Jahre | 35 Jahre | 42 Jahre |
| 30 % | 29 Jahre | 31 Jahre | 36 Jahre |
| 40 % | 22 Jahre | 24 Jahre | 26 Jahre |
| 50 % | 17 Jahre | 19 Jahre | 20 Jahre |
| 60 % | 13 Jahre | 14 Jahre | 14 Jahre |
| 70 % | 9 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre |
Zehn Prozentpunkte machen viel aus
Bei einer Sparquote von 10 % würde es 53 Jahre dauern, länger als ein normales Berufsleben. Bei 20 % sind es 38 Jahre, bei 30 % 29 Jahre: 9 Jahre weniger für zehn Prozentpunkte mehr. Wer die Hälfte des Einkommens spart, ist nach 17 Jahre am Ziel, wer 70 % schafft, nach 9 Jahre.
Rendite und Entnahmeregel verschieben das Ergebnis vor allem bei niedriger Sparquote. Dort spielen sie eine große Rolle, weil die Wartezeit lang ist und die Rendite lange wirkt. Bei hoher Sparquote sind die Unterschiede klein, weil das Depot größtenteils aus Ihren eigenen Einzahlungen besteht.
Das Beispiel des Rechners
Der FIRE-Rechner beginnt mit dem Beispiel einer Person von 30 Jahren mit 3.300 € netto im Monat. Sie legt 800 € zurück, gibt 2.500 € aus und spart damit 24 %. Ab null bräuchte sie 34 Jahre. Mit den 30.000 €, die schon gespart sind, sind es 31 Jahre, und die finanzielle Freiheit wäre mit 61 erreicht.
Was daraus folgt
- Die Sparquote ist der Hebel, den Sie in der Hand haben. Die Rendite des Marktes beeinflussen Sie nicht, das Verhältnis von Einkommen und Ausgaben schon.
- Weniger ausgeben hilft doppelt. Jeder gesparte Euro fließt ins Depot und senkt zugleich den Betrag, den Sie später daraus brauchen.
- Auch mit kleinen Beträgen anzufangen lohnt sich. Geld, das schon da ist, wirkt die ganze Zeit mit und bringt das Ziel näher.
Wie viel Sie bei Ihren Ausgaben brauchen, steht im Artikel Wie viel Vermögen brauche ich für die finanzielle Freiheit?. Ihr eigenes Einkommen, Ihre Ausgaben, Ersparnisse und die Rente geben Sie im FIRE-Rechner ein.
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Datenquellen
- Cooley, Hubbard, Walz: Retirement Savings – Choosing a Withdrawal Rate That Is Sustainable (AAII Journal, 1998)
- EZB, Geldpolitische Strategie: Preisstabilität
Der Artikel dient nur zur Information und ist keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Die Zahlen werden direkt aus den genannten Quellen berechnet und ändern sich mit deren Aktualisierung.